Die Bewerbungsmappe

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das scheint besonders für das große Angebot an Bewerbungsmappen zu gelten. Es gibt sie aus Plastik und Pappe, mit Spiralbindung, in bunter und aufwendiger oder schlichter Ausführung. Auch preislich ist fast alles vertreten: teure Varianten kosten etwa 15 Euro.

Bei der Auswahl Ihrer Mappe sollten Sie in erster Linie auf Benutzerfreundlichkeit achten. Absolut praxistauglich sind einfache Plastikhefter mit einem Klemmmechanismus am linken Rand. Einzelne Unterlagen können leicht aus der Mappe herausgenommen und wieder eingefügt werden. Zudem sind Ihre Bewerbungsschreiben gut vor Knicken und Verschmutzung geschützt.

Das Geld für aufwendige vorgefertigte Bewerbungsmappen aus Pappe (die nach verschiedenen Seiten aufklappbar sind) können Sie sich sparen. Sie gelten bei vielen Personalentscheidern als kompliziert und unpraktisch.

Achten Sie bitte auch auf einen seriösen Gesamteindruck. Für die meisten Branchen eignen sich neutrale und zurückhaltende Farben wie dunkelblau, weinrot, weiß oder grau. Verschicken Sie keine Mappen in schrillen Farbtönen. Aber auch schwarz ist - außer in der Werbung, im Architekturbereich oder in der Bestattungsbranche - nicht jedermanns Sache.

Zwar war es bis in die 90er Jahre hinein durchaus üblich, jedes Dokument einzeln in eine Klarsichthülle zu stecken, heute gilt es jedoch, möglichst wenig Plastik zu verwenden. Mit dem „Eintüten“ in separate Hüllen gelingt es Ihnen, ganze Personalabteilungen zum Stillstand zu bringen. Benutzen Sie auch keine Büroklammern, da diese sich häufig mit anderen Unterlagen verhaken. Beschränken Sie sich auf gute Kopien, die Sie direkt in Ihre Mappe einlegen.

 

Ganz wichtig: Entfernen Sie bitte auch das Preisetikett von Ihrer Mappe.

 

Das Anlagenverzeichnis

Falls Ihre Mappe sehr dick ist, können Sie mit einem Anlagenverzeichnis für bessere Orientierung sorgen. Dieses Verzeichnis heften Sie vor den Arbeitszeugnissen in Ihre Mappe.

Bedenken Sie aber: Weniger ist oft mehr.

Ihre Kompetenz beweisen Sie nicht durch das möglichst hohe Gewicht Ihrer Bewerbungsmappe, sondern durch ihren Inhalt. Beachten Sie daher bereits bei der Zusammenstellung Ihrer Unterlagen die Anforderungen der Stellenausschreibung. Damit zeigen Sie auch, dass Sie Prioritäten setzen können. Auch Nachweise über 1-Tages-Seminare und VHS-Kurse, die mit der angestrebten Position nicht direkt etwas zu tun haben, sind überflüssig. Orientieren Sie sich auch hier an dem Leser Ihrer Unterlagen, der kämpfen muss.

Grundsätzlich gilt: 1 Euro 45 Cent Porto sind genug.

 

Mit dem Verschicken von unaufgeforderten Kurzbewerbungen sollten Sie lieber zurückhaltend sein. Sie sind keinesfalls ein Ersatz für die kompletten Bewerbungsunterlagen.

Verpackung und Versand

Legen Sie bitte auch bei der Verpackung großen Wert auf den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung:

  • Um Knicke zu vermeiden, verwenden Sie am besten einen Umschlag mit verstärkten Papprücken im Format DIN B4 oder C4. Auf besonders exquisites Versandmaterial können Sie verzichten, da gerade in größeren Betrieben die Briefe bereits in der Poststelle geöffnet werden.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Frankierung. Für 1,45 EUR können Sie derzeit einen Großbrief bis 500 Gramm verschicken.
  • Bitte benutzen Sie keine Post-Sonderzustellungen wie Einschreiben oder Eilzustellung.

 

Dreiteilige_Bewerbungsmappe_01

Dreiteilige Bewerbungsmappe aus Pappkarton.
Die Farbe ist zwar in Ordnung, aber diese Mappe ist bei den meisten Personalern verhasst, weil unpraktisch.

Dreiteilige_Bewerbungsmappe_03

Dreiteilige Bewerbungsmappe, die erste Seite aufgeschlagen.

Dreiteilige_Bewerbungsmappe_04

Dreiteilige Bewerbungsmappe, die erste und zweite Seite aufgeschlagen.

Gute_Bewerbungsmappe_01

Dies ist eine gute Bewerbungsmappe.
Das Material ist aus Plastik, welches dick genug ist, um die Bewerbungsmappe, unbeschadet, mehrmals verwenden zu können.

Gute_Bewerbungsmappe_02

Die gute Bewerbungsmappe mit geöffneten
Klemmmechanismus.

Schlechte_Bewerbungsmappe_01

So sieht eine schlechte Bewerbungsmappe aus.
Das Material ist minderwertig, weil zu dünn und schlecht verarbeitet.

Schlechte_Bewerbungsmappe_02

Hier sieht man, dass der Klemmmechanismus bereits nicht mehr an der Mappe heftet.
Ein Zeichen schlechter bzw. billiger Verarbeitung!
Diese Mappe stammt übrigens aus der Produktion eines namhaften Herstellers.

Schlechte_Bewerbungsmappe_03

So sieht die Mappe teilweise schon vor der ersten Verwendung aus, weil das Material zu dünn ist und, durch leichte Knicke, diese unschönen hellen Stellen entstehen.
Bitte solche Mappen aussortieren und nicht einem potenziellen Arbeitgeber zusenden, denn mit solch einer Bewerbungsmappe  disqualifizieren Sie sich sofort!

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