Persönliche Bestandsaufnahme

Ziel einer Inventarliste ist es, dass Sie sich selbst einen Überblick über all Ihrer Qualifikationen verschaffen, um daraus später ein Qualifikationsprofil erstellen zu können, das jeweils zu der angestrebten Stelle passt. Sie müssen in Ihren Erinnerungen suchen und alles aufschreiben, was Sie in einem Bewerbungsverfahren einmal anführen könnten, um sich als der geeignete Kandidat oder die geeignete Kandidatin zu erweisen.

Fragen zur Erstellung Ihrer Inventarliste

  • Welche Berufsausbildung und andere Ausbildungen haben Sie (auch Lehrgänge)?
  • Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse haben Sie dadurch erworben?
  • Was haben Sie - in welchen Jobs - gelernt?
  • Haben Sie Praktika gemacht und welches Wissen konnten Sie dabei erwerben?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit und welche Fähigkeiten kommen dort zum Ausdruck?
  • Haben Sie (ungewöhnliche) Hobbys?
  • Sind Sie in einem Verein? Tragen Sie dort besondere Verantwortung oder bekleiden ein Amt?
  • Sprechen Sie Fremdsprachen und waren Sie im Ausland?
  • Welche Kombinationen Ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten sind sinnvoll?
  • Wie haben Sie in der Vergangenheit gerne gearbeitet (beruflich+privat)? (alleine, in der Gruppe? - drinnen, draußen? - tagsüber, nachts? - Feinarbeit, grobe Arbeit?)
  • In welchen Schulfächern war ich besonders gut?
  • Habe ich besondere handwerkliche, technische oder künstlerische Fähigkeiten?
  • Kann ich besonders gut mit Menschen umgehen, bin ich ein guter Organisator?
  • Habe ich durch meine Hobbys schon wichtige Fähigkeiten erworben?

 

Der erste Schritt einer zielorientierten Bewerbung ist ein intensiver Blick auf die bisherige Karriere. Dadurch machen Sie sich selbst, aber auch dem zukünftigen Arbeitgeber deutlich, wer Sie sind und was Sie können. Die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme bilden die Grundlage Ihres erfolgreichen Selbstmarketings.

Unterteilen Sie Ihre Biografie in einzelne Kapitel mit folgenden Überschriften, und notieren Sie:

Fachliche Kompetenzen (Hard Skills)

Hard Skills sind Kenntnisse in Methoden, Fachwissen, Ausbildungsinhalte. Man versteht darunter die so genannten objektiv „messbaren“ Kompetenzen, die Sie durch Schule, Ausbildung, Spezialisierung, Seminare und berufliches Know-how erworben haben:

 

  • Welche fachlichen Kenntnisse haben Sie sich durch Ihre Berufstätigkeit und deren Schwerpunkte angeeignet?
  • Haben Sie sich durch Ihre Tätigkeit spezielles Branchenwissen angeeignet, durch das Sie sich auszeichnen?
  • Gab es Ausbildungsschwerpunkte?
  • Verfügen Sie über Spezialwissen?
  • Sind Sie Experte auf bestimmten Fachgebieten?
  • Haben Sie sich Zusatzkenntnisse neben Ihrer Ausbildung angeeignet?
  • Gibt es Themen, die Sie besonders interessieren?
  • Verfügen Sie über Fachwissen durch Hobbys oder andere „unbezahlte“ Tätigkeiten?

 

Während Soft Skills in den letzten Jahren an Bedeutung hinzugewonnen haben, sind Hard Skills trotzdem weiterhin wichtig. Je dynamischer das Arbeitsumfeld, desto schneller ändern sich die erforderlichen Hard Skills. Besonders deutlich wird dieser Trend bei technischen Berufen: Eine Software-Entwicklerin kann beispielsweise nicht mehr ein ganzes Arbeitsleben von den Kenntnissen zehren, die sie sich im Studium angeeignet hat, da ständig neue Technologien und neue Programmiersprachen entwickelt werden. Will sie im Beruf erfolgreich sein, ist sie gezwungen, sich eigenständig weiterzubilden.

Je wichtiger die Hard Skills für eine Tätigkeit sind, desto notwendiger ist es auch, dass der Mitarbeiter seine fachliche Kompetenz erweitert, vertieft und an seine Kollegen weitergibt – folglich als Multiplikator agiert, was letztendlich das unternehmenseigene Know-how steigert und damit als ein zentraler Werbeträger für jedes moderne Unternehmen dient.

Zusammengefasst kann man sagen:
Hard Skills sind fachliche Qualifikationen, wie zum Beispiel Berufserfahrung oder Fremdsprachenkenntnisse.

 

Ihre Persönlichkeit (Soft Skills/Schlüsselqualifikationen)

Definition:

Soft Skills, zu deutsch "weiche Fähigkeiten" oder besser formuliert, das Wissen um den Umgang mit Menschen und Entscheidungen. Ein anderer Ausdruck für Soft Skills, "Heartskills", macht deutlich, worum es geht. Für die Qualität der Soft Skills ist nämlich weniger der Intelligenzquotient (IQ), als vielmehr der Grad der emotionalen Intelligenz (EQ) verantwortlich.

Die emotionale Intelligenz wiederum steht in Abhängigkeit zu Persönlichkeitsstruktur und Umgebung des Individuums. Emotionale Intelligenz und somit auch die Soft Skills können trainiert werden. Je früher das "Training" beginnt, umso leichter und schneller ist der Weg zu einer emotional ausgeglichenen Persönlichkeit.
Grundlage für die Bildung und Entwicklung der Soft Skills ist die Achtsamkeit. Die Fähigkeit eigene Stimmungen und Stimmungsnuancen, sowie die unserer Mitmenschen wahrzunehmen, ist von der Qualität des Wahrnehmungsvermögens.

Für das Verständnis von Charaktereigenschaften und Handlungsweisen von Mitmenschen, sind die nonverbalen Kommunikationsinhalte unerlässlich. Wichtig in der Alltagskommunikation ist nicht WAS gesagt wird sondern WIE es gesagt wird. Doch nicht jeder hat die Fähigkeit auch zwischen den (gesprochenen) Zeilen zu lesen.
Was versteht man unter Soft Skills?

Die folgende Liste mit Schlagwörtern bezüglich persönlicher Eigenschaften soll Ihnen das Verständnis des Begriffs "Soft Skills" erleichtern.

  • Persönlichkeit (Charisma)
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Urteilsvermögen
  • analytisches und logisches Denken
  • Empathie (Mitgefühl)
  • Einfühlungsvermögen
  • Menschenkenntnis
  • Durchsetzungsvermögen
  • Selbstbewusstsein
  • Kreativität
  • Kampfgeist
  • Teamfähigkeit
  • Integrationsbereitschaft
  • Neugier
  • Kommunikationsverhalten
  • (psychische) Belastbarkeit
  • Umgangsstil Höflichkeit
  • Rhetorik Redegewandtheit
  • Motivation, Fleiß, Ehrgeiz
  • Verhandlungsführung
  • Kritikfähigkeit
  • Koordinationsgabe / Prioritäten setzen
  • Stressresistenz
  • Selbstbeherrschung
  • Selbstdarstellung (Nervosität vor wichtigen Terminen oder öffentlichen Auftritten)
  • Konflikte und Misserfolge bewältigen können
  • Eigenverantwortung
  • Zeitmanagement
  • Organisationstalent

 

Die Soft Skills, mit anderen Worten Ihre persönlichen Stärken, beinhalten die Fähigkeit und das Wissen, mit Menschen und Entscheidungen umgehen zu können. Ein anderer Ausdruck für Soft Skills, „Heart Skills“, macht deutlich, worum es geht. Für die Qualität der Soft Skills ist nämlich weniger der Intelligenzquotient und das Fachwissen, als vielmehr der Grad der emotionalen Intelligenz verantwortlich.

Soft Skills sind alle Fähigkeiten, die neben der reinen Fachkompetenz den beruflichen und privaten Erfolg bestimmen. Dazu zählen vor allen Dingen soziale Kompetenz und Ihre kommunikativen und methodischen Fähigkeiten. Grundlage für die Bildung und Entwicklung der Soft Skills ist die Achtsamkeit - die Eigenschaft, eigene Stimmungen und Stimmungsnuancen sowie die unserer Mitmenschen wahrzunehmen.

Auf die weichen Faktoren legen Personalexperten besonderen Wert, da die unterschiedlichen Facetten Ihrer Persönlichkeit darüber entscheiden, ob Sie zu dem angeforderten Profil, in das Team und das Unternehmen passen.

Wer Karriere machen will, braucht Soft Skills. Warum? Karriere machen selten diejenigen, die das Maximum an Fachwissen haben. Fachwissen ist wichtig, aber heute bei Weitem nicht genug. Deshalb rufen immer mehr Unternehmen nach Soft Skills, sozialer Kompetenz und Schlüsselqualifikationen.

Deshalb dämmert immer mehr Menschen, dass sie Möglichkeiten der Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung haben. Deshalb führen nicht nur immer mehr Firmen, sondern auch Hochschulen Soft Skills Seminare ein.

Gemeint und gesucht ist meist das Gleiche. Es geht darum, die zwischenmenschliche Arbeit und den Kontakt zum Kunden so professionell und kompetent wie möglich zu gestalten. Dazu sind neben dem Fachwissen eine Reihe von persönlichen Eigenschaften, Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten notwendig, besonders aus dem Bereich der Kommunikation und Motivation.
Einiges davon lässt sich - gleich vorneweg und wie erwartet - nicht lernen, sondern ist eine Sache von Lebens- und Berufserfahrung. Vieles allerdings lässt sich trainieren und erfolgreich in die Praxis umsetzen. Gut, dass Sie hier sind und herzlich willkommen! - Fühlen Sie sich frei, schauen Sie sich um, lernen Sie und bleiben Sie neugierig!

Einteilung der Soft Skills in sechs Kategorien/Hauptbereiche:

  • Soziale Kompetenz
    • Empathie
    • Intra- und interkulturelle Kompetenz
    • Menschenkenntnis
    • Nonverbale Sensibilität
    • Motivierungsvermögen
    • Kritikkompetenz
    • Konfliktkompetenz
    • Networking-Kompetenz
    • Teamfähigkeit)
  • Kommunikative Kompetenz
    • Rhetorik
    • Moderationskompetenz
    • Schlagfertigkeit
    • Empathie
    • Personalen Kompetenz
    • Networking-Kompetenz
    • Konfliktkompetenz
    • Sozialen Kompetenz
    • Führungskompetenz.
    • Überzeugungsvermögen
    • Präsentationskompetenz
    • Verhandlungsgeschick
  • Personale Kompetenz
    • Selbstbewusstsein
    • Moderationskompetenz
    • Lese- und Lernkompetenz
    • Selbstvermarktungsfähigkeit
    • Konstruktive Lebenseinstellung
    • Menschenkenntnis
    • Intra- und interkulturelle Kompetenz
    • Empathie
    • Schlagfertigkeit
  • Führungskompetenz
    • Delegationskompetenz
    • Präsentationskompetenz
    • Überzeugungsvermögen
    • Motivierungsvermögen
    • Entscheidungsstärke
    • Konfliktkompetenz
    • Kritikkompetenz
    • Systemische Denken
    • Zeitmanagement-Kompetenz
  • Umsetzungskompetenz
    • Präsentieren
    • Moderieren
    • Verhandeln
    • Lesen und Lernen
    • Zeitmanagement
    • Selbstmarketing
    • Kreativität
    • Entscheidungsstärke
    • Initiative und Ausdauer
  • Mentale Kompetenz
    • Menschenkenntnis
    • Nonverbale Sensibilität
    • Motivierungsvermögen
    • Konstruktive Lebenseinstellung
    • Lese- und Lernkompetenz
    • Systemisches Denken
    • Entscheidungsstärke
    • Kreativität

 

Selbstanalyse

Die Selbstanalyse dient nicht nur der fachlichen/beruflichen Bildung, sondern auch der Persönlichkeitsentwicklung, da beide untrennbar miteinander verbunden sind. Führen Sie eine Selbstanalyse regelmäßig durch, d. h. nicht nur vor der Wahl und der Planung des Studiums, sondern auch vor jeder Entscheidung über eine berufliche Veränderung insbesondere vor jeder Bewerbung.

Stellen Sie sich im Rahmen der Selbstanalyse folgende Fragen:

  • Welche fachlichen und beruflich-praktischen Stärken/Fähigkeiten und Schwächen habe ich?
  • In welchen Situationen habe ich meine Stärken/Fähigkeiten erworben bzw. unter Beweis gestellt?
  • Vor der Entscheidung für ein Studium oder einen Arbeitsplatz: Wie ausgeprägt sind die geforderten Schlüsselqualifikationen bei mir?
  • Welche Stärken und Schwächen resultieren aus meiner Ausbildung?
  • Welche Stärken und Schwächen ergeben sich aus meiner Persönlichkeit und meinen Charakter?
  • Wie sehen mich die anderen - im Gegensatz zu mir selbst?
  • Wie kann ich meine Stärken weiter ausbauen und meine Schwächen verringern?
  • Was ist meine berufliche und persönliche Zielvorstellung?
  • Erarbeiten Sie sich "To-do-Lists", setzen Sie sich Termine und halten Sie sich daran.

 

Wenn Sie das Ergebnis dieser Selbstbefragung schriftlich fixieren und speichern, verschaffen Sie sich selbst die Möglichkeit, die Befragung nach einiger Zeit zu wiederholen, die Ergebnisse zu vergleichen und festzustellen, was sich verändert hat.

© Jobware Online-Service GmbH

 

Individuelle Begabungen und Fähigkeiten

Was Ihre individuellen Begabungen und Fähigkeiten sind, können Sie u.a. mit folgenden Fragen herausfinden:

  • In welchen Schulfächern waren Sie gut, durchschnittlich, schwach?
  • Was fiel Ihnen in der Schule leicht und was eher schwer?
  • Wie gut sind Ihre Fremdsprachenkenntnisse?
  • Wie gut können Sie mit Zahlen umgehen?
  • Wie gut ist Ihre räumliche Vorstellungskraft?
  • Wie ist es um Ihr technisches Verständnis bestellt?
  • Wie leicht begreifen Sie Zusammenhänge?
  • Wie sieht es mit Ihrem Ideenreichtum/Ihrer Kreativität aus?
  • Wie gut sind Ihre Computerkenntnisse?
  • Wie sieht es mit Ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit aus?
  • Wie kräftig und ausdauernd sind Sie?
  • Wie geschickt sind Sie mit Ihren Händen/Fingern?
  • Wie empfindlich sind Sie bei Kälte und Nässe?
  • Womit beschäftigen Sie sich gern in Ihrer Freizeit?
  • Was fällt Ihnen leicht?
  • Für welche Handlungen und Verhaltensweisen werden Sie oft gelobt? Von wem?
  • Auf welche Taten, Ergebnisse und Erfolge sind Sie stolz?
  • Wie kommen Sie mit anderen Menschen zurecht bzw. gehen mit Ihnen um?
  • Wie gut können Sie sich ausdrücken?
  • Wie ist es um Ihren Ordnungssinn bestellt?

 

Erkennen Sie Ihre Stärken an Ihren persönlichen Erfolgen

Aus Ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen lassen sich nun Ihre individuellen Stärken ermitteln, durch die Sie sich deutlich von Ihren Mitbewerbern unterscheiden. Dazu ist es hilfreich, sich an persönliche Erfolge zu erinnern:

  • Wo und wann hatten Sie an einer Tätigkeit ganz besonderen Spaß, wurden Sie besonders gelobt und waren Sie besser als der Durchschnitt?
  • Wie haben Sie Probleme gelöst, an denen andere gescheitert sind?
  • In welchen Bereichen fallen Ihnen Dinge einfach zu?

 

Wenn Sie beispielsweise:

  • Die Hochzeit Ihrer Freundin organisiert haben,
  • Ihrem Chef in einer stressigen Zeit die Termine geordnet, Abläufe strukturiert und kleinere Aufgaben selbst übernommen haben,
  • Die letzte Tagung komplett selbst gemanagt haben,

dann finden Sie als roten Faden immer wieder eine Ihrer Schlüsselqualifikationen, nämlich Ihr Organisationstalent.

© ® 2015 - 2020 by Bewerbungs-1x1